
UFC 326
Review
UFC 326 in Las Vegas hatte einige interessante Storylines: ein neuer BMF-Champion, ein wichtiger Sieg für Raul Rosas Jr. und ein paar Kämpfe, die ihre Divisionen neu sortieren könnten. Das Event in der T-Mobile Arena war vielleicht nicht das wildeste des Jahres, aber sportlich definitiv spannend.
Oliveira neuer BMF
Klare Sache im Main Event
Im Hauptkampf sicherte sich Charles Oliveira den BMF-Gürtel mit einem klaren Punktsieg gegen Max Holloway. Viele hatten ein reines Striking-Duell erwartet – stattdessen machte Oliveira den Kampf über sein Grappling klar.
Mehrmals gelang ihm der Takedown, und sobald der Kampf am Boden war, kontrollierte er Holloway konsequent. Der Hawaiianer fand kaum Wege zurück in seinen Rhythmus, während Oliveira Position um Position verbesserte und konstant Druck machte. Das Publikum war nicht begeistert von der grapplinglastigen Strategie, doch aus sportlicher Sicht war es eine starke und sehr kontrollierte Performance.
Damit wird Oliveira der vierte BMF-Champion der UFC – und zeigt, dass der Gürtel nicht nur durch spektakuläre Knockouts gewonnen werden kann.
Borralho setzt sich gegen De Ridder durch
Co Main auch an den Brasilaner
Im Co-Main Event gewann Caio Borralho nach Punkten gegen Reinier de Ridder. Der Kampf war technisch geprägt und wurde größtenteils im Stand geführt, wo Borralho die saubereren Treffer landete und über drei Runden die bessere Kontrolle hatte.
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Mit diesem Sieg stabilisiert der Brasilianer seine Position in den Top 10 der Mittelgewichtsklasse und bringt sich weiter in Richtung größerer Kämpfe – möglicherweise gegen einen ehemaligen Titelanwärter in der nächsten Runde.
Restliche Main Card
Raul Rosas Jr. gewann klar nach Punkten gegen Veteran Rob Font und holte damit den größten Sieg seiner bisherigen Karriere. Der 21-Jährige setzte erneut stark auf sein Grappling, kontrollierte große Teile des Kampfes und zeigte deutlich mehr Geduld als in früheren Auftritten.
Mit fünf Siegen in Folge bleibt Rosas einer der spannendsten jungen Kämpfer im Bantamgewicht – und 2026 könnte ein entscheidendes Jahr für seine Entwicklung werden.
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Drew Dober lieferte wieder einmal Action und stoppte Michael Johnson in der zweiten Runde durch TKO. Damit baute er seinen Rekord für die meisten Knockouts in der Geschichte der Lightweight-Division weiter aus.
Im Mittelgewicht sorgte Gregory “Robocop” Rodrigues für das Highlight des Abends, als er Brunno Ferreira mit einem einzelnen harten Treffer ausknockte und seine Siegesserie auf drei Kämpfe ausbaute.
Bonus Night in Vegas
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Auch bei den Performance-Boni gab es einige klare Gewinner. Gleich vier Kämpfer durften sich über einen Extra-Scheck freuen: Alberto Montes, Rodolfo Bellato, Gregory “Robocop” Rodrigues und Drew Dober erhielten jeweils einen Performance of the Night-Bonus.
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Montes beeindruckte bei seinem UFC-Debüt mit einem Anaconda-Choke gegen Ricky Turcios, Bellato drehte seinen Kampf gegen Luke Fernandez mit einem harten Knockout, Rodrigues revanchierte sich mit einem One-Punch-KO gegen Brunno Ferreira und Dober baute mit seinem Knockout gegen Michael Johnson seinen Rekord für die meisten KOs im Lightweight weiter aus.
Wie geht es weiter?
Mit Oliveira als neuem BMF-Champion und mehreren wichtigen Siegen auf der Main Card bringt UFC 326 Bewegung in gleich mehrere Gewichtsklassen.
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Und lange warten müssen wir nicht: Das nächste große Event steht bereits bevor – UFC Freedom 250, das im Juni am Weißen Haus stattfinden soll. Die ersten angekündigten Kämpfe lassen bereits erahnen, dass dort ein echtes Mega-Event geplant ist. Topuria vs Gaethje, Pereira vs Gane....
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Bis dahin: Wir hören uns beim nächsten Event – und wie immer danke an die Corner-Community fürs Mitlesen.