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UFC 332

Review

UFC 332 hatte im Vorfeld vielleicht nicht die größte Starpower des Jahres. Was die Card dann in Salt Lake City ablieferte, war allerdings genau das, was MMA so unberechenbar macht. Knockouts, neue Namen, ein spektakuläres Heavyweight-Debüt und am Ende eine neue Weltmeisterin. Die Veranstaltung stellte sogar neue UFC-Rekorde für die meisten Knockouts, First-Round-Knockouts und Knockdowns bei einem einzelnen Event auf.

Natalia Silva ist die neue Queen im Flyweight

48-47, 48-47, 49-46

Nach der verletzungsbedingten Aufgabe des Titels durch Valentina Shevchenko brauchte die Division eine neue Nummer eins. Sie hat sie gefunden. Natalia Silva besiegte Wang Cong über fünf Runden via Unanimous Decision und krönte sich damit zur neuen UFC Flyweight Champion.

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Vor allem über die ersten drei Runden wirkte Silva schneller, präziser und kontrollierter. Wang brauchte zu lange, um wirklich in den Kampf zu finden. Erst in den Championship Rounds erhöhte sie den Druck und zeigte, warum sie überhaupt in diesem Titelkampf stand.

Doch da hatte Silva bereits genug Arbeit geleistet.

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Mit dem Sieg steht sie nun bei neun UFC-Siegen ohne Niederlage und insgesamt 15 Siegen in Folge. Noch wichtiger ist aber, was dieser Sieg für die Division bedeutet.

 

Das Flyweight beginnt ein neues Kapitel. Alexa Grasso könnte eine der nächsten Herausforderinnen sein. Dazu kommen Erin Blanchfield, Jasmine Jasudavicius und Manon Fiorot. Und irgendwann wird natürlich auch der Name Valentina Shevchenko wieder auftauchen. Silva hat den Gürtel. Jetzt muss sie zeigen, ob sie eine neue Ära prägen kann.

Payton Talbott ist endgültig angekommen

First-Round TKO gegen Figueiredo

Das war ein Statement.

Payton Talbott brauchte gegen Deiveson Figueiredo nicht einmal eine komplette Runde. Nach 2:09 Minuten war Schluss und Talbott hatte einen ehemaligen UFC Champion per TKO gestoppt.​

Vor allem seine Entwicklung ist beeindruckend: Die Niederlage gegen Raoni Barcelos Anfang 2025 zeigte damals noch einige Schwächen. Seitdem folgten Siege gegen Felipe Lima, Henry Cejudo und jetzt Figueiredo.​

Talbott wirkt mittlerweile deutlich ruhiger und kompletter.Der Hype ist damit nicht mehr nur Hype. Der 27-Jährige gehört jetzt in einen Kampf gegen einen echten Top-Contender.

Restliche Main Card

Roberto Soldić besteht sein UFC-Debüt

Es war vielleicht nicht das spektakuläre Debüt, das sich manche erhofft hatten. Aber es war ein wichtiges.

Roberto Soldić besiegte Khaos Williams via Unanimous Decision und holte damit seinen ersten Sieg im Octagon.

Einfach war es nicht.

Williams schickte Soldić in der ersten Runde gleich zweimal zu Boden. Doch anstatt auseinanderzufallen, stabilisierte sich „Robocop“ und übernahm zunehmend den Kampf. Die letzten beiden Runden gingen an den Kroaten und damit auch der Sieg. Vielleicht war genau das sogar wertvoller als ein schneller Knockout.

Soldić hat gezeigt, dass er auch nach schwierigen Momenten zurückkommen kann. Beim nächsten Auftritt dürfte die Nervosität verschwunden sein. Dann werden wir wahrscheinlich deutlich besser erkennen können, wie weit sein Potenzial im UFC Welterweight wirklich reicht.

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Roman Kopylov stoppt den Gautier-Hype

Ateba Gautier kam mit viel Momentum in diesen Kampf. Roman Kopylov interessierte das wenig.

Der Russe zeigte von Beginn an, dass zwischen dominanten Siegen gegen schwächere Gegner und einem erfahrenen UFC-Striker noch einmal ein deutlicher Unterschied liegen kann. Kopylov fand immer wieder sein Timing und stoppte Gautier schließlich bereits in Runde eins.

Für Gautier ist die Niederlage kein Weltuntergang. Vielleicht ist sie sogar genau der Kampf, den er in seiner Entwicklung gebraucht hat. Der 24-Jährige besitzt weiterhin enormes Potenzial. Jetzt wissen wir aber auch, woran gearbeitet werden muss. Für Kopylov dagegen war es ein Statement und gleichzeitig eine Erinnerung daran, wie gefährlich er im Stand bleibt.

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Esteban Ribovics macht, was Esteban Ribovics eben macht

Und zwar Chaos. Esteban Ribovics bleibt einer dieser Fighter, bei denen man eigentlich nie wegsehen sollte.

Gegen King Green brauchte der Argentinier nur eine Runde und sicherte sich den nächsten spektakulären Finish-Sieg. Mit 30 Jahren kommt Ribovics jetzt allerdings an einen entscheidenden Punkt seiner Karriere. Unterhaltsam war er schon vorher. Jetzt braucht er einen Namen aus den Rankings. Der nächste Kampf sollte zeigen, ob aus einem der spannendsten Action-Fighter der Division auch ein echter Contender werden kann.

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Johnny Walker im Heavyweight? Das könnte Spaß machen

Johnny Walker und langweilig passen ohnehin nicht besonders gut zusammen. Sein Heavyweight-Debüt gegen Mick Parkin machte da keine Ausnahme. Walker beendete den Kampf bereits in Runde eins mit einem brutalen Knie und setzte damit sofort ein Ausrufezeichen in seiner neuen Gewichtsklasse.

Natürlich bleiben Fragen. Wie sieht Walker gegen die physisch stärksten Heavyweights aus? Wie hält sein Kinn gegen echte Schwergewichts-Power? Und kann er seine Explosivität auch gegen die Elite der Division einsetzen?

Aber genau deshalb ist dieses Experiment so interessant. Johnny Walker im Heavyweight ist zumindest eines: Must Watch.

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Die nächste Generation übernimmt

UFC 332 war gleichzeitig eine Card des Generationswechsels. Jacobe Smith, Anthony Wint und Damian Pinas holten dominante Finishes. Imanol Rodriguez stoppte Alden Coria und entwickelt sich zu einem weiteren spannenden Namen im ohnehin immer stärker werdenden Flyweight.

Marcus McGhee erledigte Anthony Romero noch in Runde eins und forderte danach einen Gegner aus den Top 10.

Auf der anderen Seite standen Veteranen wie Court McGee und Rafael dos Anjos, die gegen deutlich jüngere Gegner gestoppt wurden. MMA verzeiht Alter selten, UFC 332 hat das wieder einmal deutlich gezeigt.

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Bonuszahlungen und besondere Momente

Bei einer Card mit elf Finishes war die Auswahl nicht gerade einfach.

Am Ende erhielten Johnny Walker, Roman Kopylov, Damian Pinas und Imanol Rodriguez jeweils einen Performance of the Night Bonus über 100.000 US-Dollar. Walker für sein spektakuläres Heavyweight-Debüt. Kopylov für den Stopp des Gautier-Hype-Trains. Pinas für einen brutalen Uppercut gegen Andrey Pulyaev und Rodriguez für seinen Body-Kick-Finish gegen Alden Coria.

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Vier Performances, die perfekt zu einer actionreichen Nacht in Salt Lake City passten.

Wie geht es weiter?

Für Natalia Silva beginnt jetzt die schwierigste Phase ihrer Karriere. Den Gürtel zu gewinnen ist das eine. Ihn zu verteidigen etwas völlig anderes.

Die Flyweight Division bietet genügend mögliche Herausforderinnen und irgendwann könnte auch Valentina Shevchenko zurückkehren und versuchen, ihren alten Platz an der Spitze wieder einzunehmen.

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Payton Talbott braucht jetzt einen Gegner aus der absoluten Spitze des Bantamweights. Roberto Soldić sollte nach seinem erfolgreichen Debüt ebenfalls einen Schritt nach oben machen. Ribovics verdient einen gerankten Gegner und Johnny Walker hat sich mit einem einzigen Knie zu einem der interessantesten Namen im Heavyweight gemacht.

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Eine neue Weltmeisterin, elf Finishes und eine ganze Reihe von Fightern, über die wir in den kommenden Monaten noch sprechen werden.

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Salt Lake City hat geliefert.​

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