
UFC 333
Review
Zwei Titelkämpfe, ein spektakuläres Finish und eine Rivalität, die ihren würdigen Abschluss findet. UFC 333 in Abu Dhabi hatte alles, was einen großen MMA-Abend ausmacht. Alexander Volkanovski beweist einmal mehr, warum er zu den Besten aller Zeiten gehört, während Petr Yan im vielleicht wichtigsten Kampf seiner Karriere seine Klasse zeigt.
Alexander Volkanovski vs. Movsar Evloev
Der Champ beweist erneut warum er ein eindeutiger Hall of Famer ist
Wer Alexander Volkanovski mit 38 Jahren bereits abgeschrieben hatte, wurde bei UFC 333 eines Besseren belehrt.
Mit Movsar Evloev wartete ein bislang ungeschlagener Herausforderer auf den Australier. Ein technisch starker, unangenehmer Gegner, der für viele als möglicher Nachfolger auf dem Featherweight-Thron galt.
Zu Beginn entwickelte sich ein durchaus ausgeglichener Kampf. Evloev konnte seine Qualitäten zeigen und hielt mit dem Champion mit. Doch gegen Ende der zweiten Runde reichte ein einziger Moment, um alles zu verändern.
Eine präzise rechte Hand von Volkanovski brachte Evloev in Schwierigkeiten. Der Champion erkannte die Situation sofort, setzte nach und beendete den Kampf durch TKO nur sechs Sekunden vor dem Ende der Runde.
Mit diesem Erfolg überholte Volkanovski José Aldo bei den meisten Siegen in Featherweight-Titelkämpfen und unterstrich einmal mehr seinen historischen Stellenwert.
Petr Yan vs. Merab Dvalishvili 3
Ein würdiges Ende einer großen Rivalität
Was für ein Kampf!
Im dritten Aufeinandertreffen zwischen Petr Yan und Merab Dvalishvili ging es um weit mehr als nur den Bantamweight-Titel. Es ging um Stolz, Rivalität und die Frage, wer tatsächlich der bessere Fighter ist.
Dvalishvili startete wie gewohnt mit unglaublichem Tempo. Permanenter Druck, zahlreiche Takedown-Versuche und eine hohe Schlagfrequenz machten Yan in den ersten beiden Runden das Leben schwer.
Doch ab Runde drei veränderte sich das Bild.
Yan verteidigte die Takedowns zunehmend besser, fand seine Distanz und setzte mit harten Körpertreffern wichtige Akzente. Während Merabs Tempo langsam nachließ, wurde der Champion immer gefährlicher.
Nach fünf intensiven Runden entschieden alle drei Punktrichter mit 48:47 für Petr Yan. Der Russe gewann die letzten drei Runden und verteidigte damit erfolgreich seinen Titel.
Restliche Main Card
Alexander Volkov vs. Rizvan Kuniev
Alexander Volkov erledigte seine Aufgabe gegen Rizvan Kuniev souverän. Der erfahrene Schwergewichtler kontrollierte große Teile des Kampfes, setzte seine Reichweite effektiv ein und überzeugte besonders im Clinch.
Am Ende stand ein verdienter Punktsieg und damit der dritte Erfolg in Serie.
Lone’er Kavanagh vs. Ramazan Temirov
Lone’er Kavanagh setzte seine beeindruckende Entwicklung mit einem weiteren Statement fort.
Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase traf der Brite mit einem präzisen Uppercut, der Temirov schwer erwischte. Kavanagh setzte sofort nach und sicherte sich den TKO noch in der ersten Runde.
Aaron Pico vs. Losene Keita
Aaron Pico brauchte gerade einmal 74 Sekunden, um Losene Keita zu stoppen.
Nachdem Pico zunächst mit einem Takedown für Gefahr gesorgt hatte, landete er beim nächsten Schlagabtausch eine perfekt getimte rechte Hand. Keita ging zu Boden und Pico beendete den Kampf mit weiteren Treffern.
Besondere Momente des Abends
UFC 333 lieferte gleich mehrere Momente, die über den eigentlichen Kampfabend hinaus Bedeutung haben.
Allen voran steht natürlich Volkanovskis historischer Erfolg. Mit seinem neunten Sieg in einem Featherweight-Titelkampf setzt er einen neuen Maßstab in der Division.
Petr Yan und Merab Dvalishvili lieferten dagegen einen der besten Titelkämpfe des Jahres. Dazu kamen die eindrucksvollen Finishes von Aaron Pico und Lone’er Kavanagh, die beide ihre Ambitionen eindrucksvoll unterstrichen.
Auch abseits des Octagons gab es Neuigkeiten: Flyweight-Champion Joshua Van wird seinen Titel am 30. Januar 2027 bei UFC 336 in Toronto gegen Manel Kape verteidigen.
Wie geht es weiter?
Nach UFC 333 stehen gleich mehrere spannende Entscheidungen bevor.
Alexander Volkanovski hat im Featherweight kaum noch etwas zu beweisen. Ein möglicher Superfight gegen Lightweight-Champion Justin Gaethje steht bereits im Raum. Auch UFC-Chef Dana White zeigte sich offen für diese Idee.
Im Bantamweight könnte Petr Yan als Nächstes auf Song Yadong oder Sean O’Malley treffen. Beide haben Argumente für eine Titelchance, während Merab Dvalishvili nach seiner Niederlage zunächst einen neuen Weg zurück an die Spitze finden muss.
Alexander Volkov darf auf seine Chance im Heavyweight hoffen und Lone’er Kavanagh dürfte schon bald einen weiteren großen Namen vor sich haben.